Schwedisches Landungsboot Stridsbåt 90 H

 

 

 

Ende der achtziger Jahre suchte die schwedische Marine für Küstenschutzaufgaben ein Nachfolgemuster für ihr älteres „Båt 200“. Nach Ausschreibung entschied man sich für das ca. 16m lange „Stridsbåt 90 H“ der kleinen schwedischen Dockstavarvet.

Dieses kleine Mehrzwecklandungsboot verfügt über zwei Scania-Dieselmotoren in verschiedenen Leistungsstufen. Mittels zweier KaMeWa-Water-Jet Antriebe erreicht dieses Boot eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 Knoten.

Bei einem Tiefgang von nur 90cm ist dieses Boot bestens für den Schutz der schwedischen Küstengewässer geeignet.

Heute ist dieses Boot nicht nur in 147 Einheiten bei der Königl. Schwedischen Marine im Einsatz, sondern versieht auch seinen Dienst bei der schwedischen Polizei, der Seenot-Rettungsgesellschaft SSRS (3 Stck. angemietet von ´99-´06), sowie bei den Marinestreitkräften Norwegens, Griechenlands, Malaysia und Brasiliens.

Es entstand außerdem eine neue Bootsfamilie mit weiteren Abwandlungen. Die schnellsten Boote sind aus der Interceptor-Reihe und gehören der russischen Grenz-Polizei. Diese erreichen bis zu 55 Knoten.

 

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Das Modell des Stridsbåt 90 H entstand auf der Basis des „Polis“-Bootes der Fa. Kehrer Modellbau Berlin“ und war das erste Modell in Deutschland, welches in die Marine-Version umgebaut wurde.

Alle Änderungen und Detailverbesserungen wurden aus Platten und Profilen aus ABS und Messing, nach Originalplänen angefertigt. Das CB 90H ist ca.110cm lang bei einem Maßstab von ca. 1:16. Das Modell erreicht eine unheimliche Beschleunigung. Das Modell ist über 30 Km/h schnell.

Angetrieben wird das Boot mit zwei 28mm Kehrer-Jets. Es sind dafür zwei 700er (12 V) Johnson-Motoren eingebaut. Des weiteren befinden sich ein 70A Fahrtregler und zwei Power-Servos im Boot. Die Energie, liefern wahlweise 12 - 14 NiMh-Zellen (16,8V) oder 4S LiPo-Zellen (14,8V).

Die Jungfernfahrt war im August 2006. Im Winter 2008/2009 erfolgte eine erste Renovierung des Modells. Dabei wurde Navigationsbeleuchtung und ein drehendes Radar mit zwei Geschwindigkeiten eingebaut. Ebenso ist es nun in den Originalfarben lackiert.

Im Juni 2009 war mein Stridsbåt dann zum ersten Mal in schwedischen Gewässern bei seinen großen Brüdern.

 

In Heft 10/2007 der Zeitschrift "Modell-Werft", erschien ein Artikel von mir, über mein Modell.

 

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