Explosion beim Modell U-Boot

 

Während der Leipziger "Modell-Hobby-Spiel 2006", kam es an unserem Stand zu einem kleinen Zwischenfall. Das U-Boot Modell eines Clubkameraden, die "U.S.S. Alaska" der U.S. Navy, zerlegte sich in seine Bestandteile.

Wie kam es dazu ?

Zur Vorbereitung einer U-Boot-Vorführung, während der Ausstellungstage, wurde das Modell vor dem Einsatz auf Funktion geprüft. Dazu wurde das Oberteil, der horizontal geteilten Rumpfschale, abgenommen. Nach dem Einschalten, mittels Magnet, am Reed-Kontakt, erfolgte das Prüfen der Steuerfunktionen. In dem Moment, da der Motor anlief, gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Im wahrsten Sinne des Wortes - ich stand einen halben Meter daneben. Der Behälter in dem die technischen Geräte untergebracht waren, zerbarst in etliche Teile. Rumpf, Bootsständer, Heck, sowie das ganze Innenleben wurden stark beschädigt. Einige Teile flogen bis zu fünfzehn Meter weit. Man beachte die Materialstärke der Teile auf den Fotos. Zum Glück gab es, außer leichten Schnittwunden an der Hand eines Clubmitgliedes, keine Verletzungen bei den umstehenden Personen.

Nach Ursachenrecherche, stellten wir folgendes fest. Durch die geschlossene Bauweise des Technikbehälters, in der sich auch die NiCd-Akkus befanden, kam es durch Ausgasen der Akkus nach etlichen Ladevorgängen zu einem hochexplosiven Gasgemisch im Innern. Der beim Anlaufen des Motors entstandene Funke entzündete so die vorhandenen Gase.

Also nicht nur LiPos können gefährlich sein. Zum Laden der Akkus, diese immer entnehmen, auch wenn eine Ladebuchse vorhanden ist und ein Laden im Innern möglich wäre.